Der Tierarzt

Der Tierarzt, die eierlegende Wollmilchsau oder

wie man einen echt guten Tierarzt findet...

Ich hatte einen, doch der ist nicht mehr da. Seit diesem Tage suche ich "ihn" meinen Tierarzt. Ich frage mich, bin ich so kompliziert oder sind gute Tierärzte echte Mangelware?

Mehrmals im Monat lese ich die Blogbeiträge von Herrn Dr. Rückert auf Facebook. Nach jedem Blogbeitrag frage ich mich, ob ich nach Ulm ziehen muss, um an einen guten Tierarzt zu gelangen? Zumindest in seinen Blogbeiträgen scheint er genau der richtige Tierarzt für mich zu sein. Stellt sich die Frage, was macht einen richtig guten Tierarzt aus?

Für mich hat ein richtig guter Tierarzt folgende Eigenschaften:

  • hat viel Wissen
  • denkt Anfangs im großen Rahmen und wird dann immer detailorientierter (zur Diagnosefindung)
  • strahlt Vertrauen und Wissen aus
  • kommuniziert mit mir dem Kunden
  • geht einfühlsam mit dem Tier um
  • antwortet auf meine Fragen
  • hat Humor
  • im besten Fall ist er mir auch noch sympathisch...

Ich habe in den letzten Jahren eine Vielzahl an Tierärzten aufgesucht... und ausprobiert und da ich schon einmal einen Tierarzt hatte, der genau diese Kriterien alle erfüllt hat, weiß ich, wonach ich suche. Und mittlerweile bin ich durchaus bereit Abstriche zu machen. Beim Humor zum Beispiel oder dass er oder sie mir nicht ganz so sympathisch sind - das tausche ich dann doch gegen das fachliche Wissen - schließlich will ich mit ihnen nicht Cafe trinken, sondern bin wegen meines Hundes da.

Aber was war denn so schlimm bis jetzt?

Ich schildere meine zwei letzten Tierarztbesuche, dann wird noch klarer, um was es mir geht.

Tierarzt 1, eine Frau. Ob ein Tierarzt männlich oder weiblich ist, spielt bei mir keine Rolle. Hauptsache er oder sie erfüllen meine Kriterien oder kennen sich aus.

Das Drama ging eigentlich schon bei der Terminvereinbarung los. Ich benötigte eine Auffrischung für einen bestimmten Impfstoff. Die Dame meinte sie müsste diesen extra für mich bestellen und ich müsste dann, wenn sie das täte auch sicher kommen. Es kam also zu dem Termin, weil wenn jemand wegen mir etwas bestellt, dann komme ich natürlich auch, alles andere ist doch Quatsch.

Ich komme also pünktlich mit meinem Junghund zum Termin.

Die Tierärztin schaut von oben auf den Hund drauf und fragt: ist er gesund?

Ich antworte: "Ich denke schon - oder anders: mir ist nichts gegenteiliges bekannt."

Sie zückt Ihr Stethoskop und drückt es meinem Hund an die Brust. Ich schweige und halte dabei meinen Hund.

Sie nimmt ihre Stethoskop-Stöpsel aus den Ohren und sagt: nichts zu hören. Fast ein Scherz denke ich, und sage: "Na ich hoffe, da war doch ein Geräusch...? Ich schiebe hinterher: Also Herzklopfen vielleicht?"

Frau Doktor schaut mich fragend an.

Schon gut denke ich, keine Scherze.

Sie schiebt ihre Brille nach oben und fragt: Wieso wurde dieser Impfstoff eigentlich geimpft?

Mist denke ich, jetzt muss ich doch die ganze Geschichte dazu erzählen... Irgendwie gebe ich zu, wollte ich da drum herum kommen, weil das war auch so ein Tierarztbesuch, der mich geärgert hat.

Ich fasse mich also kurz: Ich war mit meinem anderen Hund beim Röntgen und da habe ich die Impfung gleich mitmachen lassen und da dieser Arzt nur diesen Impfstoff hatte...

Frau Doktor fällt mir ins Wort, warum waren Sie denn dort beim Röntgen? Denken Sie, dass wir das hier nicht können?

Genau das denke ich Frau Doktor, aber das sage ich nicht. Ich denke: Leider war der andere Arzt auch keine Leuchte im Röntgen, aber am Ende hat er es geschafft 4 Aufnahmen hinzubekommen, auf denen man auch die Knochen sehen konnte, um die es ging. Genaugenommen war es ein einfaches HD | ED und OCD-röntgen. Am Ende blieben zumindest HD und ED übrig, wohin die Schulteraufnahmen sind, weiß ich bis heute nicht...

Mein Gedanke dazu ist - wenn jemand etwas 1.000x gemacht hat, dann ist er richtig gut in dem, was er tut - aber es darf deshalb nicht eintönig werden, weil sonst könnte derjenige in seinem Tun tatäschlich wieder schlechter werden und das wäre eben schlecht. Einen Hund auf ED und HD zu röntgen heißt, wissen zu müssen, worauf es ankommt: wie muss der Hund gelagert und gestreckt werden, um eine beste Aussage zu bekommen... 

Frau Doktor wechselt das Thema, nun stürzt sie sich auf den Impfstoff. Der sei für diese Gegend nicht notwendig, sagt sie mir.

Ja stimmt, ich zucke mit den Schultern - aber in Franken zum Beispiel wurde empfohlen diesen Impfstoff zu benutzen.

Sie schaut mich prüfend an, in Franken, ist das so? L4 - gut da müssen sie jetzt immer dabei bleiben, sagt sie - außer, sie gehen auf den 2er zurück den habe ich immer hier. Weil der reicht ja auch. 

Gut sage ich, dann komme ich nächstes Jahr und wir nehmen wieder den 2er. Ich würde an so einem Punkt alles versprechen, nur um schnell wieder aus der Praxis zu kommen. 

Frau Doktor zieht die Spritze auf und jagt diese meinem Hund in einem Affenzahn in den hinteren Bereich. 

Ich merke mir die Stelle und wette jetzt schon 100 Euro, dass hier wieder so eine Beule entstehen wird. Eine Beule, die ich mir merken muss, denn beim letzten Mal habe ich vergessen, dass ich beim Impfen war und bin wegen dieser Beule zum Tierarzt gefahren - man weiß ja nie. Diese Beulen halten sich schließlich mehrere Monate... Am Ende hatte ich die Kosten für eine 1A Untersuchung inkl. Blutbild mit dem Ergebnis, es war die Impfbeule. Vielen Dank.

Nun, dieses Mal bin ich ja schlauer - ich werde den Bereich gleich am Auto fotografieren (meiner leichten Demenz vorbeugend, werde ich die Stelle digital festhalten, das spart Geld und Zeit)

Frau Doktor scheint fertig mit mir und meinem Hund zu sein. Sie fragt mich, ob mein Hund ein Leckerchen haben dürfte. Eigentlich mag ich dieses Leckerchen Getue nicht besonders oder anders, wenn es dann wenigstens tolle Leckerchen wäre, aber meistens handelt es sich dabei um einfallsloses Trockenfutter als Leckerchen ... Ich nicke weil ich denke, na dann mag mein Hund irgendwann vielleicht zumindest Tierärzte. Bis dato ist mein kleiner Rüde nämlich nicht davon zu überzeugen, dass Menschen alle toll sind - was ich für meinen Alltag ganz okay finde, solange sich das "nicht toll finden" in Grenzen hält. 

Was Frau Doktor nun abzieht, verursacht bei mir Blutstau.

Mein Junghund steht seit einer halben Stunde tapfer und stoisch in der Praxis an meiner Seite - seine Rute hängt unfröhlich nach unten, die Ohren sind nach hinten geklappt, als Frau Doktor ihm das Leckerlie vor die Nase hebt und ihr Gesicht bis auf Augenhöhe meines Hunde runterbeugt, um dann meinem Hund ihre Backe hinzuhalten, um mehrfach auf diese zu tippen und zu sagen: gib mir ein Küsschen, dann bekommst du das Leckerlie.

Ich schnappe nach Luft und hoffe dass mein Hund mitdenkt. ? Jetzt völlig entspannt bleiben und atmen Claudia - atme... Der Kopf meines Hundes weicht brav zurück und seine Augen suchen meinem Blick. Ich verlagere mein Standbein nach hinten und sage - gut, offensichtlich mag er heute nicht küssen, dann gibt es halt kein Leckerlie. 

Frau Doktor richtet sich auf und wirft ihr Kuss-Leckerlie zurück in den Topf.

Nun nur noch die Rechnung und ich bin weg.

Diese einmalige Begegnung mit der Tierärztin hat 30 Minuten gedauert. In diesen 30 Minuten wurde das Herz abgehört (3 Min) und die Spritze in meinen Hund gejagt (3 Min mit Aufziehen) die restliche Zeit wurde mir entweder wirres Zeug über den Impfstoff erzählt, (um dann zu sagen, dass sie sich den nun auch zulegen würde...) oder über Röntgen im Besonderem und Allgemeinen diskutiert. Nichts davon hat mir als Kunde weitergeholfen. 

Würde ich aufgrund dieser Begegnung noch einmal zu dieser Tierärztin gehen? Nur im äußersten Notfall.

Vielleicht sind Männer doch die besseren Ärzte?

Mein Hund ist krank, da bin ich mir sicher. Er nimmt seit einiger Zeit stark ab, obwohl er viel frisst. Er verhält sich ein wenig zurückgenommen, ist aber ansonsten unauffällig. Wenn er nur nicht wie ein Skelett aussehen würde. Seit nun mehr 3 Wochen gebe ich ihm, noch in dem Glauben, dass Streß die Ursache für seine fehlenden Kilos war, mehr zu Fressen über den Tag verteilt. Fett merke ich, verträgt er nicht gut, da grummelt sein Magen, also erhöhe ich die Kohlenhydrat-Fraktion. Leider ohne Erfolg.

Ich suche mir wieder einmal einen Tierarzt meines Vertrauens und da ich umgezogen bin, habe ich freie Hand aber leider nur eine sehr kleine freie Hand, da es in meiner Umgebung nicht sehr viel Tierärzte gibt. Mist.

Ich wähle eine kleine Tierklinik. Das Ausmaß der Klinik ist ungefähr so groß wie eine etwas größere Münchner Praxis. Am Land ist alles ein bisschen kleiner. Kein Problem, Hauptsache der Arzt ist gut. Ich lese, dass mein Arzt auch Großtiere betreut. Hm, ein Hindernisgrund? Erstmal nicht und wäre nur so, wenn er nur Großtiere betreuen würde.

Da dies nicht mein erster Hund ist, mache ich einen Termin um den Hund zu schallen. Eine gute Idee, wie ich finde aber es sollte anders kommen. Es geht los.

Herr Doktor betritt den Raum, wirf einen Blick auf meinen Hund und beginnt Fragen zu stellen. Ich kann alle Fragen gut beantworten, schließlich kenne ich meinen Hund und das beste: ich beobachte ihn seitdem ich weiß, dass da etwas im Busch ist noch mehr und genauer. Also, diese kleinen Fragen wie, wie ist der Kotabsatz, wie oft pieselt er, wie ist er drauf, zeigt er Schmerzen, hat er einen Fremdkörper erwischen können .... kann ich alle 1 A beantworten.

Der Herr Doktor bleiben kurz beim Barf Thema hängen. Er fragt: "Was bekommt der Hund zum Fressen?" Ich sage: "Ich barfe oder füttere roh, wie immer sie das hier nennen." 

Nun bekomme ich einen Vortrag über den Unterschied von Roh- und Barffüttern. Ich falle ihm ins Wort und sage: "Mein Hund bekommt das, wo er alles bekommt Fleisch | KH  Gemüse ...." er hält inne.

Ah, sie haben sich einen Barfplan erstellen lassen?

Ja, sage ich, umd die Diskussion hier wieder zu beenden.

Ich zähle alle Krankheiten der vergangengen 3 Jahre und die chronischen der Reihe nach auf.

Die chronische, das ist die Unterfunktion der Schilddrüse. Mein Hund ist eingestellt, die Blutwerte werden regelmäßig überwacht.

Herr Doktor kritisiert die Einnahmee des Medikaments in der Höhe.

Ich zucke mit den Schultern und deute auf das Blutbild, das vor ihm liegt.

Er beginnt eine Diskussion um diese Werte. 

Ich finde die Diskussion hirnrissig und frage, was er mir sagen will?

Er sagt, dass es nicht reicht einfach nur ein Medikament zu geben und dann in dieser Höhe.

Ich sage darüber müsse er sich mit seinen Kollegen austauschen - bis hierher hat es dem Hund an nichts gefehlt. Ich frage, ob er die hohe Gabe mit dem Abnehmen bei meinen Hund in Verbindung bringen würde?

Er zuckt mit den Schultern und grummelt, das könnte sein.

Nun schlägt er mir einem Bluttest vor. Ich sage, dass der Hund gefüttert worden sei und dass die Werte nicht stimmen würde.

Er sagt, er könne das umrechnen, das würde schon gehen.

Nun gut.

Wenn heute der Tag an Tierarzt-Minus-Punkte-Sammeln war, dann war der Herr Doktor gerade Spitzenreiter.

Er rammt die Spritze waagrecht in den Fuß meines Hundes. Der schreit auf und hechelt. Er zieht beim Schrei die Nadel zurück und setzt neu an, nun hochkannt. 

Der Herr Doktor sagt: der knurrt?

Ich sage nein, es hat ihm weh getan, er hechelt...

Wenn heute der Tag an Tierarzt-Minus-Punkte-Sammeln war, dann war der Herr Doktor gerade Spitzenreiter.

Nach ein paar Minuten ist der Zauber vorbei. Mein sonst gelber Labrador hat jetzt starke rote Einfärbungen vom rumgespritzen Blut am ganzen Körper, aber Blut ist abwaschbar..., hat der Herr Dr. gesagt und der muss es ja wissen.

Das gesammelte Blut wird bei Laboklin untersucht, nicht im eigenen Labor. Der Herr Doktor sagt, er würde hier ein paar Euro verlieren, aber schließlich läge ihm die Gesundheit meines Hundes sehr am Herzen. Ich verstehe den Zusammenhang nicht und schweige.

Er beginnt sich von hinten über meinen Hund zu beugen und greift mit einem starken Griff (mit einem sehr! starken Griff) in die Innenbauchseite meines Hundes. Der beginnt sofort zu lecken. 

Bekommt der Herr Doktor nur nicht mit, weil er so begeistert von seiner Abtasttechnik ist, dass er für den Hund kein Auge hat. Ausserdem sieht seine Abtasttechnik vielmehr danach aus, als hätte er eine Kuh vor sich stehen. Sollte er noch mehr drücken, hätte er sich komplett durch meinen Hund durchgedrückt, mir wird es schlecht. Und ich überlege ob ein Großtier-Tierarzt auch gut für Kleintiere ist?

Herr Doktor springt auf und sagt: "da ist nichts." Ich sage, wie da ist nichts?

Er schlägt meinem Hund mehrfach mit harter Hand, als wolle er eine Kuh nach vorne treiben, auf die Rippen, der fällt fabei fast um.

Meine Augenbraue erreicht gerade einen neuen Höchststand.

Er fragt, ob mein Hund eine Belohnung haben dürfte?

Um die Kuhschlägerei zu beenden, stimme ich zu und hoffe, dass sein Magen mir dies nicht übel nimmt.

Der Herr Doktor lehnt sich genüsslich an den Schrank zurück und sagt: "sitz." Mein Hund setzt sich. Er reicht das kleine Leckerlie nach unten - mein Hund bewegt sich, er sagt empört "SITZ".

Ich stöhne innerlich auf. Hat er nicht Belohnung gesagt?

5 Minuten und 2 Leckerlies mit Sitzübung später höre ich seinen Vorschlag.

Wir röntgen jetzt.

Moment sage ich: wir wollten doch schallen.

Ja - sagt der Herr Doktor, aber zuerst röntgen wir.

Ich sage: "das verstehe ich nicht. Was wollen sie denn auf dem Röntgenbild finden?"

Eine Gesamtübersicht, sagt der Herr Doktor.

Aha. Und warum ist es dann nicht einfacher Leber - Milz und Niere direkt zu schallen?

Sie wollen nicht röntgen?

Nein sage ich, ich möchte nur um die Notwendigkeit wissen.

Nun, das Röntgen und das Schallen gehören zusammen, wie der Schuh und das Schnürband.

Ich verbeiße mir die: "es gibt auch Schlupfschuhe und welche mit Klett- Antwort.

Schön, sage ich und warum gehört es zueinander, was kann das Eine, was das Andere nicht kann?

Er bleibt bei seiner Gesamtübersicht. 

Ich gebe auf, soll er sie doch haben seine Gesamtübersicht.

Zwei Aufnahmen später starre ich auf die Gesamtübersicht meines Hundes.

Ergebnis: Im Magen liegt noch was Unverdautes rum (Kauknochenrest vom Vortag), im hinteren Darm sind Gase (woher weiß keiner), die Prostata ist vergrößert (muss ich mir merken), Niere, Milz und Leber sind unauffällig (wobei ich da behaupten würde, das man das nicht gut erkennen konnte)

Das Fazit meines Herrn Doktor lautete nun wie folgt: Nun schallen wir. Leber, Niere, Milz und Prostata...

Ich frage warum denn alle gesunden Organe jetzt auch noch geschallt werden müßten? Dann hätte es ja die Gesamtübersicht nicht gebraucht?

Nun, stopp der Diskussion. Was ich sagen möchte, ich stehe nun seit 1,5 Stunden dauerdiskutierend mit einem Tierarzt in einer Klinik und er hat noch nicht einen Ansatz genannt, der es sein könnte.

Eine Aussage kann Kunden retten

Toll würde ich es als Kunde finden, wenn er zusammengefasst hätte:

Aufgrund der langsamen Verdauung (seine Worte) und der restlichen Auffälligkeiten könnte es eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein erweitertes Schilddrüsenproblem oder ein Tumor sein.

Folgendes gleichen wir über das Blutbild ab und nehmen den Schall später noch zur Hilfe. Bis dahin unternehmen Sie bitte folgendes.....

Zusammengefasst hat er gar nichts.

Aufgrund der Gase wurde ein neuer Schallen-Termin festgelegt, dann, wenn die Blutwerte da sind, also in 5 Tagen. Okay, da war ein WE dazwischen.

Ich habe jetzt mal die Röntgenbilder und die Blutwerte angefordert. 

Und bis dahin suche ich nach einen neuen Tierarzt.  

Mein Hund bekommt bis zur Findung der Ursache Diätfutter.

Nach 5 Tagen erscheine ich alleine in der Klinik.

Ich habe die Blutwerte von einer befreundeten Tierärztin checken lassen und mir ihre Ideen dazu geben lassen.

Ich möchte gerne abgleichen was der Herr Doktor dazu sagt, vielleicht stellt sich heraus, dass ich ihm unrecht getan habe und er doch eine Koryphäe ist.

Wir beugen uns beide über das Blutbild. Die Tierarzthelferin hat die Normalwerte mit grün, die leicht auffälligen mit gelb und die erhöhten Werte mit rot markiert.

Der Herr Doktor erklärt mir stolz, dass die Farbgebung seine Idee war, dann erklärt er mir die Farben und beginnt die Werte vorzulesen.

Ich sage und was heißt das jetzt?

Na, dass die jeweiligen roten Werte erhöht seien.

Was das dann genau bedeutet, habe ich nicht erfahren, was mein Hund hat auch nicht. Der Herr Doktor empfahl mir ein weiteres Blutbild für einen Auslandstiter erstellen zu lassen. Dazu bräuchte mein Hund nicht einmal mehr in die Praxis kommmen, Laboklin würde auf das Blut vor Ort zurückgreifen.

Ich war fast begeistert von dieser Idee und lehnte ab.

Ich hatte mit den  Blutwerten zwei Befunde, die es sein könnten, entweder hatte mein Hund Krebs oder Parasiten. Diese Werte fiehlen aus dem Rahmen. Da ich bei Krebs keine gute Hilfsmethode kenne, stürzte ich mich auf die einfachere Parasiten-Nummer und entwurmte nun 14-tägig und passte das Futter entsprechend für ihn an.

Bingo. Die Methode griff, Jiffy hat langsam aber sicher zugenommen und sieht heute wieder wie ein ganz normaler Labrador aus.

Ein guten Tierarzt zu finden ist - wie überall in jedem anderen Bereich auch nicht leicht. Die Werte, was einen Tierarzt gut erscheinen lässt, legt dabei jeder selber fest, und das ist gut so. Ich bin wieder auf der Suche und habe meinen Radius am Land erweitert...

Es grüßt dich Claudia von keinköter.de

 

Wer ist Online

Aktuell sind 124 Gäste und keine Mitglieder online

Ich bin kein Köter

claudia von keinkoeter

hey ich bin's, Claudia. Die allermeisten Artikel, die du hier lesen kannst, sind von mir. Und alle Schreib- und Kommafehler auch.

Wenn du eine Frage zu einem Thema hast oder wenn du über ein Thema mehr wissen willst... dann schreib' mir ch@keinkoeter.de