Wenn Hunde beissen

Wenn der Hund gebissen hat - 5 goldene Regeln beim Hundebiss

Ich fühle mich schlecht, mir ist übel. Meine Welt ist für einen Moment entrückt. Mein Wissen stelle ich in Frage. Ein einziger kleiner Augenblick hat ausgereicht. Ein Fingerschnippen an Zeit, länger hat es nicht gedauert und ich frage mich ernsthaft, was habe ich falsch gemacht? 

Es darf nicht sein, was nicht sein darf.

Gerade in der Retriever-Szene gelten Hunde-Bisse als ein Ding vom anderen Stern. Der Rottweiler beißt und der Terrier ja, aber der Retriever doch nicht. Gut, spricht man über Retriever hat man den Chessepeak Bay Retriever meist nicht auf dem Schirm, sondern nur die zwei Hauptrassen aus dem Lager: Golden und Labrador und die haben doch das Fühl-Wohl-Gen in sich! Deshalb ist der Umgang mit Hunden aus dieser Ecke - sollten sie mal beißen - auch dementsprechend hilfs-befreit. Ausgrenzung ist an der Tagesordnung - nicht intergrieren. Und verständlich. Wie will man einen bissigen Hund in eine Arbeit integrieren, die davon lebt, dass der Hund eine niedrige Reizschwelle im Umgang mit Artgenossen zeigt. Der Retriever lebt den Verbund mit seinen Gleichgesinnten und lebt seinen Trieb, sobald er auf das Dummy oder Wild geschickt wird. So zumindest hätte man das gerne. Irgend ein Züchter hat mal von sich gegeben, er würde "wildscharfe" Labradore züchten... hm, was es nicht alles gibt. 

Deshalb ist es auch verständlich wenn Frauke sagt: Ganz ehrlich. Ich habe es nicht kommen sehen. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gehalten, dass das nicht passiert. Ich war mir so sicher. Und nun? Ich bin entsetzt, schockiert und fühle mich missverstanden. 

So schilderte Frauke ihr Erlebnis mit ihrem Hund Jake.

Jake hat zugebissen. Mitten auf der Hundewiese.

Dabei hat mich erst letzte Woche eine Freundin angerufen, ihr Hund wurde gebissen.

Sind denn gerade Beisswochen, frage ich mich?

"Wie geht es ihm?"

"Beschissen."

Man hatte vor Ort den Biss nicht richtig untersucht und weiter trainiert. Über Nacht hatte sich die Wunde entzündet.

Ich sage: "wieso nicht richtig untersucht?"

Meiner Freundin stockt der Atem, sie kämpft mit den Tränen. Das ging alles so schnell und ich habe nichts gefunden.

Was hat der Trainer dazu gesagt? Der hat mit den Schultern gezuckt."

Das Verhalten des Trainers zeigt, manchmal sind alle gleichermaßen von einer Situation überrollt.

Und wie, frage ich, hat der andere Teilnehmer reagiert, dessen Hund gebissen hat?

Der andere Teilnehmer hat nicht viel gesagt, außer, dass der Trainer ihn zum Schicken freigegeben hatte.

Ein Missverständnis. 

Fest steht, der Junghund meiner Freundin hat sich nicht ans Programm gehalten und ist eingesprungen, dem anderen hinterher und Peng. Dann ist es passiert. 

Hunde beim Spielen oder ein Hundebiss?

Wird hier gespielt oder ist das eine Beißattacke, ein Hundebiss?

Wenn ein Hund zugebissen hat, oder ein Hund gebissen wurde, gelten folgende Regeln:

  1. Hunde sichern (Damit nicht noch mehr passiert)
  2. Hunde genau und intensiv untersuchen, gegebenenfalls einen Tierarzt aufsuchen (Bisswunden verschließen sich schnell wieder!)
  3. Sich unbedingt entschuldigen und nette Worte finden (am besten gegenseitig, keiner wünscht sich das der eigene Hund beißt oder gebissen wird)
  4. Unterstützung anbieten (Das ist großartig, Fragen wie, wie kann ich dir helfen. Ein Hundebiss hinterläßt oft auf beiden Seiten ein kleines Trauma)
  5. Adressen austauschen (und die Versicherung. Sind die Hunde von gleicher Statur gibt es eine 50:50 Klausel, beide Versicherungen übernehmen zur Hälfte die Kosten)

Wenn ein Beißvorfall passiert, dann ist die Sache für beide Seiten meist schlimm genug, da ist es wichtig Nerven zu bewahren und gegenseitig empathisch zu bleiben. Für die betroffenen Hunde ist der Vorfall meist nicht so schlimm, wie für uns Menschen. 

Das blöde Märchen vom sozial starken Hund, der nicht beißt.

Warum ist das so?

Jeder Mensch wünscht sich einen sozial starken und! souveränen Hund. Man projeziert in Hunde etwas rein, was die Menschheit selbst nicht schafft: Frieden zu jedem Zeitpunkt. Während der Mensch sogar um einen Stuhl im Kino kämpfen würde, verlangt man von seinem Hund Großzügigkeit. 

Zugegeben, ich mag es auch nicht, wenn mein Hund beißt. Viel lieber ist mir ein doppel-Garvin. Garvins Strategie ist von klein auf die Vogel-Strauß- Strategie. Mit dieser Taktik ist er sein ganzes Leben jedem Streit aus dem Weg gegangen. Toll. Wie einfach. Und sehr selten. Ich kenne keinen zweiten Hund, der frei aufgewachsen ist und und diese Art in sich trägt. Garvin ist ein intakter Rüde. Sehr gerne würde ich mich als toller Trainer hinstellen und sagen: "Seht her, mein Ergebnis, mein Rüde." Aber ich weiß: mein Rüde ja, mein Ergebnis? Eher nicht. Garvin war ein eher unsicherer und ängstlicher Welpe als er zu mir kam. Im ersten Jahr wurde er stabilisiert und wo es ging unterstützt, damit er sich mehr zutraut. Über die Apportierarbeit fand Garvin eine Bestätigung und seine Passion.

Ich behaupte, dass man einen Rüden von Anfang an gut einnorden kann. Je klarer und genauer die Erziehung, desto einfacher für uns im Umgang miteinander. Ich behaupte aber auch, wenn der Rüde beißen als Notwendigkeit oder als Möglichkeit zur Kommunikation sieht, dass er diese dann gegenüber anderen Hunden verwenden wird.

Noch ein Spiel oder sondern ernst?
Noch ein Spiel oder kurz vor einem Hundebiss? 

Dabei spielt es eine große Rolle für die Auswirkung eines Bisses zu welchem Zeitpunkt und wo gebissen wird. Zeitpunkt meint, wie alt war der Hund, hat er gebissen oder wurde er gebissen. Wo meint nicht den Ort, sondern innerhalb einer familiären Gruppe - der andere Hund war bekannt oder außerhalb einer Gruppe, der andere Hund war nicht bekannt.

Im Falle meiner Freundin hieß das: der Hund war nicht bekannt und ihr Hund war zum Zeitpunkt der Attacke 2 Jahre alt.

Wie ein Hund einen solchen Übergriff verkraftet, bleibt dem "Charakter" und dem Verarbeitungsmodus des Hundes überlassen. Als Carron mit 15 Monaten von einem Schäferhund nieder genagelt wurde - war seine Antwort an die Welt: das passiert mir nie wieder. Eine Erstkontaktagression war geboren.

Mit dem Wissen von heute, würde ich das Damals (die gemachte Erfahrung: Schäferhunde beissen) sofort im Keim ersticken lassen - denn ich würde wissen, wie ich sein Erlebtes und sein darauffolgendes Verhalten wieder verändern könnte. Hunde gerneralisieren gerne. Wir Menschen übrigens auch. Das heißt, wird ein Hund von einem z.B. Schäferhund gebissen, kann er annehmen, dass alle Hunde dieses Aussehens beißen. Carrons Antwort war somit nachvollziehbar und ich mußte ihn fortan mehr kontrollieren als zuvor.

Nach einem Beißvorfall ist professionelle Hilfe wichtig.

Eine Beratung, damit man nicht ein ganzes Leben damit zu tun hat.  

Der Gedanke vom sozial starken Hund, warum gibt es den nicht? Oder anders, warum gibt es Garvin Hunde eher selten? Ein Hund ist nun mal ein Hund und seine Möglichkeiten sind seine Möglichkeiten. Eine davon ist beißen. That's it. Das hat mit sozial stark oder nett oder souverän sein nicht viel zu tun. Sondern mit Interaktion. Trifft ein nervender Hund (zB. hektisch) auf einen leicht reizbaren Hund (kann Hektik nicht ausstehen) kann es krachen. Der eine wollte eigentlich nur den anderen stoppen. Vielleicht hat er schon seine Zähne gezeigt, aber der hektische Hund hatte gar keine Zeit zu schauen - er war beschäftigt mit hektisch sein... und peng.

Wir wünschten uns einen Hund, der alles einsteckt, sich zurück nimmt und der vielleicht sogar noch Verständis hat? Ein Traum.

beitrag harteha05
Finden Kämpfe innerhalb einer familiären Gruppe statt, empfiehlt sich die Gewöhnung an einen Maulkorb.

In der Mehrzahl gibt es Testesteron überschäumende und unausgelastete Hunde, die vermeintlich genau das suchen: einen, der ihnen blöd kommt... und peng. Wie gesagt, das Peng auf einer Hundewiese hat ein anderes Ergebnis zur Folge, als das Peng in einem Familienverbund, also bei Mehrhundehaltung.

Das Hundewiesen-Peng kann zur Folge haben, dass Hunde mit gleichen Aussehen zukünftig auf der Black-List deines Hundes stehen. Das familiäre Hunde-peng kann zur Folge haben, dass beide immer wieder in Konflikt miteinander geraten. Beide Seiten könnten pingeliger im Umgang miteinander werden. Gerade bei gleichaltrigen Hunden ist das öfters zu beobachten und sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Als Lösungsansatz ist empfehlenswert: der Maulkorb (für beide Hunde), einen professionellen Hundetrainer draufschauen lassen und ein klares Management beider Hunde. Von der Idee der Pauschalkastration ist dringend abzuraten. Denn die Kastration kann das Problem noch verschlimmern.

Ressourcen Verteidigung
Ressourcen Verteidigung - immer ein Grund wert für eine Hunde Beisserei.

Warum beißen Hunde?

Die Gründe warum es zu Beißereien zwischen Hunden kommt, sind individuell und zahlreich. Da braucht es nichts und es kann passieren oder ganz viel und es passiert auch. Das eine mag eine Ressourcenverteidigung gewesen sein, das andere eine Maßregelung. Viele schöne Bezeichnungen und was am Ende bleibt, ist der Biss und die Sicherheit: Das kann genau so wieder passieren. 

Tja, genau das ist der blöde Satz: Wer einmal beißt, hat eine Lösung gefunden und .... wird es wieder tun.

Aber das ist ein bisschen wenig zum Thema, also hier die lange Version, die vielen Gründe, warum Hunde unter anderem beißen und die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit:

  • Frust
  • Ressource
  • Beute
  • Missverständnis
  • Proll sein
  • genervt 
  • falsche Verknüpfung
  • Verteidigung
  • Status
  • Jagdtrieb
  • Bedrängnis
  • Angst

Beißen kann prinzipiell jeder Hund, ob er es tut, ist eine andere Frage. In Ländern, in denen Hunde ein eigenständiges Leben führen "müssen", hat man beobachtet, dass Beißereien oft keiner Verletzungsabsicht folgen, sondern nur der Klarstellung der Sache dient. Während man hierzulande ständig Beschädigungsbeißen erlebt - wegen nichts und wieder nichts.

IPhone-Verhalten bei Hunden.

So nenne ich das, wenn Hunde in unseren Breitengraden gerne "übertuned" - vollgepumpt mit Animation und Beschäftigung sind. Ihr Futter bekommen sie obendrauf for free. Oder Sie sind mit aller Freiheit ausgestattet, quasi regellos durchs Leben ziehen dürfen. Da ist so eine Beißerei eine echte Abwechslung bei einem in einem langweiligen, beim anderen in einem vollkontrolliertem Leben.

In Ländern, in denen Hunde sich das Futter noch selbst zusammenklauben müssen, wird mit den Energien gehaushaltet - eine Raufferei kostet jede Menge Energie, eine Verletzung könnte nicht überlebt werden. Mit diesem Bewußtsein setzt man seine Zähne behutsamer ein.

Hund droht

Eindeutiges Verhalten

Unsere Jungs hier zu Lande nicht. Wenn schon denn schon. Notfalls geht es am Sonntag in die Klinik. (Gut, dass weiß der Hund nicht 😎)

Verantwortung beginnt, wenn es schwierig wird, nicht wenn es leicht bleibt.

Leider folgt nach einer Hundeattacke (bzw. nach einem Hundebiss) dann auch noch der Streit zwischen den Hundebesitzern. Der eine Hundebesitzer hält dem anderen vor, dass sein Hund daran schuld war, was  in diesem Moment zweitrangig ist und auch erst bewiesen werden muss. An erster Stelle steht die Absicherung der beiden Hunde. Und sicher ist nur, dass es für keine Seite angenehm ist, wenn ein Hund gebissen hat oder der eigene Hund gebissen wurde. 

Jeder darf in dieser Situation die Verantwortung für seinen Hund übernehmen. Egal, ob es den zubeißenden oder der, der gebissen wurde betrifft. Es mehren sich die Fälle, in denen Besitzer nach einer Beißattatcke spurlos verschwunden sind. Dieses Verhalten ist einzuordnen unter einer schlechten und empathielosen Entscheidungsstrategie. Ein Hund, der gebissen hat, hat dieses Verhalten in seinem Portfolio, soll heißen, er wird es wieder tun. Sich dem nicht zu stellen oder noch besser: dies zu verhamlosen in Videos, in denen der Hund mit anderen Hunden spielt als Zeichen seiner sozialen Kompetenz, hilft nicht weiter. Keinem, dem Hund übrigens auch nicht.

Ressourcen verteidigen
Ressourcen Verteidigung mit klaren Zeichen.

In Ruhe und gemeinsam läßt sich alles besser regeln.

Nochmals zusammengefasst, die 5 wichtigsten Punkte nach einem Hundebiss (Hund beißt Hund)

  1. Hunde sichern
  2. Hunde genau und intensiv untersuchen, gegebenfalls (immer wenn gebissen wurde) einen Tierarzt aufsuchen
  3. Sich entschuldigen und nette Worte finden
  4. Unterstützung anbieten
  5. Adressen austauschen

Ich hoffe und wünsche dir, dass du diese 5 Regeln nie gebrauchen wirst.

Ein Hund der nicht droht sondern nur gähnt

Damit nicht alles mit offenem Maul als drohend empfunden wird... Dieser Hunde gähnt nur 😂

Update: Ich wurde gefragt, wie man mit einem Hund umgehen sollte, der innerhalb einer Trainingsgruppe zugebissen hat? Die zweite Anfrage lautete: wie ein Verein damit umgehen sollte?

Zur ersten Frage:

Ich bin generell dafür, Hunde, die gebissen haben, nicht auszusortieren, sondern zu integrieren. Man sollte so gut als möglich reflektieren, wie es zu einer Beißerei kam und sich nicht zufrieden geben mit dem Statement, dass es eben eine Beisserei gab und das dies schon mal passieren könne. Hunde können aus genauso aus vielen Gründen nicht beißen, wie es Gründe gibt, dass sie es tun. Es kann also durchaus sein, dass das Training gar keinen Einfluß auf die Attacke hatte, sondern "nur" die Situation ungünstig war. Menschen neigen gerne zur Verallgemeinerung. Das heißt, der einzige gemeinsame Nenner war das Training - nicht die Fehde bereits am Auto zwischen den Hunden, die keiner der Hundebesitzer bemerkt hat ... Alles ist immer Fallabhängig und verdient die Einzelbetrachtung. Leider sind jedoch die betroffenen Hundebesitzer anfangs nicht mehr in der Lage genau zu differenzieren, was genau passiert ist. Der eine weil Täter, der andere weil Opfer. Das ist erst einmal verständlich, hilft aber niemanden. Dem Opfer nicht, weil man nicht hinschaut, was dazu geführt haben könnte denn es kann sein, dass das Opfer gar nicht nur unschuldig an dem Geschehen war, auch wenn wir den Biss für übertrieben finden. 

Bei Beißereien ist Opfer nicht immer nur Opfer und Täter nicht gleich Täter.

Ich finde es auch übertrieben, wenn in einer Kleingartenanlage Bäume gefällt werden, ohne Rücksprache mit den Besitzern, nur weil sie einer Vorschrift nicht entsprechen... Siehst du hier einen Zusammenhang?

Beide Fälle haben mit Übergriffigkeit zu tun und könnten mit Hilfe beiderseits anders gelöst werden, nur müssen auch beide Seiten davon wissen und das wollen.

Ein Beispiel ich kenne einen Hund, einen Rüden der "super sozial" und "nett" erscheint. Ein Wonneproppen. Für andere Rüden ist er ein Arsch. Ich kenne mindestens 10 Rüden, die diesen Rüden gerne einmal alleine begegnen würden, ich wette hundert Euro das würde nicht gut ausgehen. Wie kann das sein? Der super nette und sozial wirkende Rüde reizt andere Rüden gerne ... wie macht er das? Er markiert unmittelbar vor ihren Nasen, er macht gerne beim Vorbeigehen einen Bodycheck... und er kreuzt gerne mit dem Dummy auf dem Rückweg andere Rüden die in der line sitzen. Sein Besitzer nimmt diese Zeichen nicht wahr. Die Rüden auf dem Platz schon. Was ich damit sagen möchte: wir sehen oft erst das Ende von etwas: es beißt, den Anfang haben wir übersehen. Ist das wichtig? Ja, ich glaube schon. Denn wenn der eine Besitzer nun mehr auf seinen Hund achten würde, könnte er einen Streit wenn es die Situation zuläßt verhindern. Was soviel heißt, wenn wir Hunde führen, sind wir immer für sie verantwortlich.  

Ein anderes Beispiel: ich kenne einen Rüden, der ist ein bisschen hyper, also der rennt gerne.. und der achtet einfach auf gar nichts, wenn er rennt. Er ist so in sich und sein Tun verliebt, dass er die anderen Hunde oft nicht wahrnimmt. Nun gibt es Hunde, die können so eine hektische Töle nicht ausstehen. Tja. Wenn nun der "ich kann das nicht ertragen" auf den hektischen Kasperl trifft, wird er ihn vielleicht stoppen wollen .... 

Wir brauchen eine Kultur der Integration, nicht der Beschwichtung und Verdeckung von beider Seiten

Das sind Beispiele, die gehen weg vom dem klassischen: Hund sieht Hund, Hund stellt sich quer und peng knallt es. Das zeigt alles ist möglich. Und wir sollten eine Kultur der Integration nicht der Beschwichtung und Verdeckung führen, damit Besitzer und Hund nicht stigmatisiert werden. Dass, wie oben beschrieben die Versicherungen hier greifen sollten, ist eine Sache, dass die Besitzer um Aufklärung bemüht sein sollten, eine andere.

Zur Positionierung eines (Hunde-)Vereins bei Beißvorfällen:

Mir persönlich ist es völlig egal, ob ein Hund innerhalb eines Vereins gebissen hat (gemeint ist hier ein Hundeverein), oder bei einem Tagesspaziergang. Fest steht: Es ist passiert und es gibt zwei Seiten. Ich finde gerade ein Hunde-Verein muss Stellung sowohl für den Täter - also auch für den Opfer-Hund beziehen. Denn wie sieht denn das aus, wenn sogar die, die sich für Hunde engagieren buchstäblich den (und ich bitte den Vergleich zu entschuldigen 😘:)  "Schwanz einziehen und den Deckel drauf machen". 

Gerade ein Verein sollte genügend Fachpersonal und Adressen bei der Hand haben, um beide Seiten unterstützen zu können. Anderenfalls kann es sich ja um keinen Hundeverein handeln, oder doch?

"Beim nächsten Beißvorfall schließt es den Vorsatz mit ein"

Wenn Hunde sich beißen und verletzen, hat in den meisten Fällen keiner der Hundebesitzer ein Kommando dazu gegeben - sondern es ist passiert. Damit schließt es den Vorsatz aus. Nun nichts zu machen, es sogar niederzureden und mit Beschwichtigungen zu übertünchen, ist die gefährlichste aller Lösungen denn beim nächsten Beißvorfall schließt es den Vorsatz mit ein - man hat es billigend in Kauf genommen, ohne dafür Verantwortung zu übernehmen. 

Deshalb, damit Hundebesitzer nicht auf die Idee kommen, diesem Verhalten nachzugeben, ist es wichtig, dass ein Verein sich klar für die Sache positioniert - und sämtliche Lösungsmöglichkeiten und Hilfen bereithält.

Ich gehe jetzt mal vorbehaltlich ein Maulkorbtraining machen (also mit meinem Hund versteht sich 😇), es grüßt dich Claudia von keinkoeter.de 

Ich bin kein Köter

claudia von keinkoeter

hey ich bin's, Claudia. Die allermeisten Artikel, die du hier lesen kannst, sind von mir. Und alle Schreib- und Kommafehler auch.

Wenn du eine Frage zu einem Thema hast oder wenn du über ein Thema mehr wissen willst... dann schreib' mir ch@keinkoeter.de

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