Welpenerziehung einfach

Warum die Apportier-Methode Hundeerziehung einfach macht

Wie erzieht man seinen Hund? Diese Frage ist mit ein paar Sätzen nicht zu beantworten oder anders, noch während man versucht sie zu beantworten merkt man, dass man von Höckchen auf Stöckchen kommt. Denn eines greift in das andere über... Und so sollte die Frage gar nicht lauten, wie erziehe ich meinen Hund, sondern:

Was muss er am Ende alles könnnen und was sollte er auf keinen Fall tun? Und damit bin ich auch schon bei der Artikel-Überschrift angekommen: Warum die Apportier-Methode Hundeerziehung einfacher macht... hier kommen jetzt eine Menge Antworten.

Was im ersten Jahr versäumt wird, kommt später einfach dicker

Die Zeit, die besonders im Fokus steht, ist die ab der 8. (bzw. 15 Woche) bis zum 18. Monat, dann 24. und dann 36. Monat (hier am Beispiel eines mittelgroßen Hundes, den Labrador Retriever). Ein Stufenplan also. Warum ist das so? Warum kann man sich mit der Hundeerziehung nicht einfach Zeit lassen?

Der Hund lernt und entwickelt sich ab der ersten Minute in der er auf unserem Planeten angekommen ist. Sind seine Voraussetzungen gut, lernt er "gute" Dinge (gute Dinge = uns nützliche) sind seine Voraussetzungen schlecht, lernt er wenig (oder Dinge, die wir in unserem Alltag nicht gebrauchen können) und entwickelt sich eventuell dementsprechend schlecht. Als krasse Gegensätze vergleiche ich einen Welpen aus einer vorbildlichen Zucht - hier werden die Welpen gefördert und wachsen in allen Bereichen unter besten Bedingungen auf. (Ohne dass ich auf das Thema "Zucht ist nicht gleich Zucht" oder "Züchter ist nicht gleich Züchter" eingehen möchte) wenn ich diesen Artikel schreibe, denke ich an die Zuchtstätte meines Kleinen. Diese Welpen bringen beste Voraussetzungen mit, ihre kognitiven Fähigkeiten und all ihre Sinne wurden bestens gefördert. (ps Zuchstätten sind nicht nur Rassehunde vorbehalten, sondern auch Mischlingshunde sollten in den ersten Wochen unter guten Bedingungen aufwachsen)

Der Gegensatz: ein Hund aus einer reinen Zwingerhaltung. Es gibt Welpen, die starren bis zur Abgabe nur eine weiße Wand an. Hier wird nichts gefördert oder unterstützt und noch viel schlimmer - der Besitzer wird Fehlentwicklungen ausgleichen müssen. Bei einem Test mit Katzen, die in den ersten Wochen nur auf eine gestreifte Wand starren konnten, wurde das Sehzentrum fehlentwickelt. Diese Katzen konnten am Ende nur gestreift sehen.

Diese beide Gegensätze sollen zeigen, dass es gut ist zu wissen

  1. woher kommt mein Hund, wie waren seine ersten Wochen geprägt und
  2. das ich als Besitzer einen Plan habe, womit ich als erstes beginne

Fall eins kann entspannt mit dem Erziehen loslegen. Fall zwei muss mehr Fingerspitzengefühl beweisen, hier gilt es Versäumtes nachzuholen und trotzdem auch die Erziehung nicht zu vernachlässigen, denn in beiden Fällen werden sich die Welpen mit dem Eintreffen in ihr neues Zuhause weiterentwickeln. Beide wissen schließlich nicht dass ihre Entwicklung bis hierher grandios war oder vernachlässigt wurde.

Mit diesen Voraussetzungen kommt der Welpe in sein neues Zuhause und jetzt stell dir vor, Fall eins beginnt sofort mit der Erziehug des Welpens und Fall zwei würde noch ein Jahr warten. Ein Jahr, das war lange Zeit das Alter mit dem jadglich geführte Hunde ausgebildet wurden. Bis dahin hatte der Hund Narrenfreiheit in der Entwicklung. Ab dem 12 Monat kam es dann oft knüppeldick, im wahrsten Sinne des Wortes. Der junge Hund, der sich bis dato frei und selbstständig entfalten konnte, wurde nun in eine Jagdschule gesteckt... die Probleme waren vorprogrammiert. Ein Grund warum viele Jäger sich nicht vorstellen konnten, dass man einen Hund von einem Hasen, einem Reh oder einer Wildspur abpfeifen kann. Schön zu sehen, dass viele Jungjäger in der Hundeausbildung umdenken und früher mit der Ausbildung des Hundes beginnen.

Beginnt für keinen unserer beiden Beispiele die Erziehung von Beginn an, angenommen man ist so angetan von seinem Welpen und denkt "das wird schon", dann wird sich der Welpe selbst ausbilden ... gemäß seiner Bedürfnisse. Logisch, unsere Bedürfnisse kennt der Welpe ja nicht ... und seine sind ihm viel vertrauter. Bereits in wenigen Monaten werden wir einen Hund erleben, der sich jagdlich fortgebildet hat, nicht kommt wenn man ruft, vielleicht sogar unsozial agiert und das Ruder, wo er nur kann übernimmt. 

Macht der Hund das, um uns zu ärgern?

Bestimmt nicht. Das würde logisches Handeln und Denken voraussetzen und auch wenn wir manchmal glauben, sie könnten es, sie können es nicht - oder nicht in dieser Form. Ein Hund, der nicht erzogen wird, dem keine Grenzen aufgezeigt werden, der das erste Jahr frei über seine Zeit verfügen darf, der wird sich gemäß seiner Anlagen entwickeln. Ist es ein eigentlich ängstlicher Hund und nun ist er durch die fehlende Unterstützung (Erziehung) in dem Glauben, er müßte hier die Führung übernehmen, könnte es zu schlimmen Missverständissen kommen. Und der Gedanke, er mache das nicht, um uns zu ärgern, rückt in weite Ferne, wenn man mal einen Hund an der Futterschüssel erlebt hat, der diese auf "Teufel komm raus" verteidigt. Gerne sagen Besitzer in diesem Moment: aber ich habe ihm das nicht beigebracht... und das mag gefühlt auch so stimmen, aber wer die Erziehung seines Hundes vernachlässigt, trägt am Ende nicht nur die Konsequenzen, sondern auch den Satz: Der Hund lernt immer - die Frage ist was? Lernen wir einem Hund nichts, lernt er sich seine Dinge eben selbst, gemäß seines Umfeldes, seines Wesens und seiner Bedürfnisse.

Apportieren lastet den Hund aus körperlich und geistig

Apportiert mit Begeisterung, folgt 1 A und ist sozial im Umgang mit Artgenossen: Garvin of Dukefield

Die Apportier-Methode Spiel und Erziehungs-Tool in einem

Deshalb ist es so wichtig gleich von Beginn an mit der Erziehung zu beginnen. Erstens ist es im ersten Jahr wesentlich einfacher unsere Idee von Alltag im Hund zu etablieren und zweitens hat erziehen mit tun zu tun - das heißt auch man selbst übt sich darin, erziehen will gelernt sein. Die Apportier-Methode macht im ersten Jahr bereits vieles einfacher und unterstützt einen in den wesentlichen Punkten der Hundeerziehung, diese sind zum Beispiel:

  • abrufen 
  • Kommpfiff
  • jagdtrieb umlenken
  • geistige Auslastung
  • körperliche Auslastung
  • Gemeinsamkeit
  • Spiel und Spaß
  • Beschäftigung
  • Umgang miteinander
  • kennenlernen

Richtig angwandt werden mit der Apportier-Methode wichtige Fähigkeiten wie Frusttoleranz, Impulskontrolle und Gelassenheit mittrainiert, ohne dass man sich anfangs oder zwischen durch darüber bewusst ist.

In dem weiteren Beitrag gehe ich von Fall eins aus, der Hund vom Züchter. Fall zwei braucht einen extra Beitrag, obwohl auch er mit der Apportier-Methode erzogen und sogar Defizite aufholen kann. Jedoch müßte man in diesem Fall erst den körperlichen und geistigen Zustand des Welpens klären.

Der Welpe ist da und nun?

Was mache ich im ersten Jahr mit dem Welpen?

Das ist die meist gestellte Frage und während viele die erste Woche damit verbringen das neue Familienmitglied zu umgarnen, beginnt bei mir der Alltag mit dem Welpen. Nur weiß der Welpe das nicht. Und der Satz: "Der Hund weiß das nicht" wird einen in der Hundeerziehung immer begleiten. Warum ist das wichtig zu wissen?

Ein Hund lebt im hier und jetzt.

Er lebt nicht im gestern und nicht im morgen. Ein Hund ist immer eine Momentaufnahme. Das sagt der Satz: sie können nicht planen. Ein Hund kann nicht planen auszubrechen - entweder ergibt sich eine Chance und er "nutzt" sie oder er weiß nicht darum. Aber ein Hund nutzt jede Chance, die sein Bedürfnis erfüllt. Wenn sein Bedürfnis Freiheit und draußen sein ist, wird er die Chance mit dem offenen Gartentor eher nutzen, als wenn bewachen seinem Bedürfnis entspricht. Soweit so gut.

Das bedeutet, wir sollten planen und unseren Hund kennen (lernen). Das großartige an der Apportier-Methode: sie erfüllt jede Menge Bedürnisse in einem Aufwasch.  

Zurück zur Frage: was tun mit dem Welpen im ersten Jahr? Die Antwort lautet: auf das vorbereiten, was er können muss und das Schritt für Schritt.

Was muss dein Hund können?

  • im Auto mitfahren
  • auch mal eine Stunde allein sein können
  • den Kennel kennen 
  • Soll andere Menschen kennnen
  • soll verschiedene Untergründe kennen
  • kommt, wenn du rufst
  • kommt, wenn du pfeifst
  • fussgehen
  • leinen führig sein
  • warten können

... mache eine Liste, wie dein Alltag aussieht und dann stell dir vor, was dein Hund können muss um glücklich an deiner Seite sein zu können (ohne Probleme zu bekommen)

Neulich sagte eine Hundebesitzerin: "mein Hund muss sich benehmen können." Gut. Ich kann mir unter "sich benehmen können" etwas vorstellen, aber was heißt das genau? Wenn man für sich nicht klar hat, was diese großen allgemein gehaltenen Begriffe bedeuten, dann wird man in der Erziehung auch keinen Einfluss darauf nehmen denn das Thema, so wie es da steht, ist zu groß oder auch zu schwammig formuliert.

Der Frage, was muss dein Hund in deinem Alltag leisten, hänge ich die Frage dran: "Was wäre der Worst-Case? Was könnte schlimmstenfalls schiefgehen oder passieren? Und was wäre dann? 

Oft macht man sich weder Gedanken um das eine, noch um das andere.

Doch die Antwort auf diese Frage ist wichtig. Nicht weil man sich auf schlechte Zeiten vorbereiten soll, sondern weil man auf dem Schirm haben sollte: da könnte etwas nicht klappen und dann? Dann, gäbe es heute schon eine Lösung.

Tag für Tag werden Hunde im Tierheim abgegeben, weil die Besitzer sich die Worst-Case Frage nicht gestellt haben. Wenn dann etwas passiert, dass nicht in den Alltagsplan passt, wird oftmals auf die Schnelle keine Lösung gefunden. Aber Tierheim ist wie Knast für Hunde. Sie werden weggesperrt nur weil Hundebesitzer sich diese eine Frage nie gestellt haben. 

Nehmen wir einen Worst-Case an: der Hund bleibt nicht alleine. Welche Ideen hast du dazu? Wie könnte die Lösung aussehen? Oder es ändert sich etwas in deiner Arbeit. Du musst an einem Tag der Woche durcharbeiten, der Hund würde über 10 Stunden alleine sein müssen. Wie sieht die Lösung dazu aus? Prinzipiell gibt es für alles eine gute Lösung, man muss sie nur kennen und in Zeiten darüber sprechen oder nachdenken, in der kein Druck da ist, denn ohne Druck finden sich Lösungen leichter.

Oh Gott, 😲 ich habe die Frage, was macht man im ersten Jahr mit dem Welpen immer noch nicht geklärt... was sage ich, spricht man über Hundeerziehung kommt man von Höckchen zu Stöckchen und alles ist gleich wichtig... oder es scheint zumindest so.

Das erste Jahr zusammengefasst:

Die erste Woche verbringe ich mit meinem Welpen nur im heimischen Garten. Hier tobe ich mit ihm*, füttere ihn, spiele, kuschel mit ihm und schlafe mit ihm (also er schläft, ich trinke dann gemütlich Cafe.😇 ) Ziel der ersten Woche: Ich lerne ihn kennen (oder mit *ihr). Ab der zweiten Woche darf er mit ins Gelände. Ich werde mit ihm 10 Minuten im Gelände rumsausen. Dabei gehe ich mehr im Kreis als dass wir "Strecke zurücklegen". Ich rufe ihn, ich lobe ihn, ich verstecke mich. Mit zwölf Wochen beginne ich dann Suchenspiele. Das heißt, ich verstecke Leckerlis auf einer Bodenfläche von 3 x 3 m. Die darf er auf mein Kommando suchen und fressen.  Dieses Spiel weite ich jede Woche mehr aus... gleichzeitig beginne ich mit sitzenbleiben und warten-Übungen... jetzt reiht sich schon alles immer mehr ineinander.

Von daher ist es kürzer für mich zu schreiben, was mein Welpe im ersten Jahr nicht darf:

  • alleine lange Zeit im Garten verbringen
  • klassische Spziergänge oder Gassiegehrunden
  • mit fremden Hunden spielen (ausserhalb des Gartens)
  • an der Leine ziehen (hat lange Zeit gar keine)
  • ohne mich fremdes Gelände erkunden

Und um das einzuhalten werde ich mich im Gegenzug mit ihm beschäftigen, sobald er dran ist.

Auf meinem Plan steht 4x täglich füttern und mindestens 6x mit ihm rausgehen. Rausgehen meint auch in den Garten. Und diese 4x füttern und 6 x gemeinsam rausgehen werde ich nutzen. Mein Welpe wird diese Regelmäßigkeit bald als Regel und Gewohnheit intus haben, das heißt, ich werde hier bereits Veränderungen im Ablauf einführen. Anfangs trage ich ihn raus, später wird er vor der Türe sitzen und schon warten müssen bis sich diese öffnet. 

Demnächst werde ich im Haus einen Ball rollen lassen und mein Welpe darf hinterher sausen und ich beobachte genau, ob er mir den Ball zurückbringt oder ob er damit ausbüxt. Ich mache also kleine Tests. Das sage ich ihm aber nicht. Diese Test dienen zum Check, wie weit seine Entwicklung ist und was er als Anlage mitbringt. Als Anlage mitbringen wird mein kleiner Retriever das Apportieren, das Aufnehmen und Rumtragen von Dingen, aber ob er mir diese auch zuträgt, das gilt es zu prüfen. Was kann ich unterstützen und fördern und bei was muss ich gegensteuern, ohne dass er es groß merkt.

Meine These im ersten Jahr: ich vermeide Fehler und konzentriere mich auf die Apportier-Methode.

Fehler vermeiden heißt nicht, dass man selber keine machen darf, das klappt ja eh nicht, aber man sollte dem Welpen keine Dinge lernen, die man ihm später wieder abgewöhnen müßte. Ein Beispiel: ich lasse meinen Welpen keine Stöcke tragen oder aufheben - ich lasse es einfach erst gar nicht dazu kommen, obwohl wir im ersten Jahr viel Zeit im Wald verbringen werden. Sehe ich das er vorhat einen Stock aufzuheben, werde ich ihn rufen, weglaufen bzw. mich in Bewegung setzen damit er mir folgt und sich nicht dem Stock widmet. Sollte er trotzdem mal einen Stock im Maul tragen, werde ich ihm diesen einfach abnehmen und einstecken. Aus die Maus.

Was ist Ziel der Apportier-Methode?

Neben dem, und nun verallgemeinere ich: folgsamen Hunden, ist das Ziel der Apportier-Methode auch 

Für den Hund:

  • Spaß 
  • Bedürfniserfüllung
  • geistige und körperliche Auslastung
  • Abwechslung

Für den Besitzer:

  • gemeinsames "Hobby"
  • geistige und körperliche Auslastung des Hundes
  • Folgsamkeit
  • Frusttoleranz (Hund)
  • Impulskontrolle (Hund)
  • Führigkeit

Die Apportier-Methode warten und aushalten gehören dazu

Sorgt für die im Alltag oft nötige Frusttoleranz: Die Apportier-Methode. Hier warten drei Retriever auf ein nächstes Kommando

Mit der Apportier-Methode werden beide Seiten bedient, dadurch entsteht ein hohes Maß an Zufriedenheit und diese Zufriedenheit wiederum wird zu Glücksgefühlen führen auch wenn man um diese beim Hund noch nicht weiß. Ich denke, dass es sie in irgendeiner Form genauso gibt, wie bei uns.

Jetzt nach rund 2500 Wörtern tut sich sich die Frage auf: was beinhaltet die Apportier-Methode eigentlich? Ist es das, wie man sich es vielleicht vorstellt, nur den Ball bringen? Weit gefehlt. Die Apportier-Methode steht und fällt mit der Fähigkeit, Beute (zB. den Ball) auszulegen oder zu werfen und dann holt es einer (im besten Fall der Hund) und der bringt es auch zurück, nämlich zum Hundebesitzer. Soweit noch keine große Sache. 

Die Apportier-Methode der Kommpfiff auf höchstem Nievau

Ertönt der Kommpfiff gibt es kein Halten mehr. Zwinger: Von der der Mohnenfluh 

Die Apportieren-Methode, mehr als nur den Ball bringen

Sobald du tiefer in diese Erziehungs-Methode eingestiegen bist, wird dein Hund am "Ende" seiner Ausbildung folgende Elemente beherrschen:

  • Steadiness
  • große Suche
  • kleine Suche
  • Kommpfiff
  • Stopppfiff
  • Einweisen (nach vorne | Links | Rechts | Nach hinten)
  • Wiederbringen (apportieren)
  • und abgeben

Und dann gibt es noch mehr Vorteile:

Mit Hilfe der Apportier-Methode macht Hundeerziehung mehr Spaß, fast möchte ich sagen, es nimmt den Druck raus. Der Hund wird durch diese Erziehungsmethode an viele Umwelt-Reize gewohnt (Auto, Hase, Reh, Lärm) und lernt flexibel damit umzugehen. Die Apportier-Methode ersetzt die jagdlichen Bedürfnisse des Hundes (bzw sie werden kontrolliert), durch die erlernte Steadiness (der Hund darf den Ball erst auf ein Kommando von dir holen) hat er gelernt abzuwarten. Hier wird der impulshafte Jagdtrieb einem sich bewegenden Element (Reh, Hase oder Fuchs etc.) nachzugehen, ausgehebelt und andererseits dann durch das Holen dürfen der Beute (hier Ball) befriedigt. Mit der Apportier-Methode werden viele Fähigkeiten gleichzeitig trainiert, sich zu konzentrieren, sich zurückzunehmen, warten zu müssen um dann im richtigen Moment Vollgas zu geben und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, welche das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen dem HundebesitzerIn und dem Hund stark fördert.

Was braucht man für die Apportier-Methode? Oder welche Voraussetzungen muss man, muss der Hund mitbringen?

Die Apportier-Methode braucht nur das Wissen von einem Schritt zum nächsten. Von Vorteil bzw. am besten profitiert man von ihr, wenn man mit einem jungen Hund die Erziehung mit ihr startet. Hilfsmittel sind die selben, wie in jeder Hunde-Erziehung. Ein Halsband, eine Leine, Leckerlies, eine Hundepfeife, ein Vollgummiball, der groß genug ist, dass der Hund ihn nicht verschlucken kann. Später kann dieser Ball durch Dummys, Dummybälle oder was der Hund auch immer apportieren soll, oder gerne apportiert, ersetzt werden.  

Du als HundebesitzerIn bringst das Wissen, die Zeit und die Geduld mit. Dem Hund genügen der Trieb und die Leidenschaft etwas zu apportieren. Gräme dich nicht, wenn der Hund beim ersten Ball rollen dem nicht gleich hinterherstürzt. Auch apportieren "wollen" darf gelernt werden. Viele Field Trial Labradore, die dafür gezüchtet werden, beginnen erst mit 8, 9 Monaten ihren Bringtrieb oder ihren Arbeitswillen zu entdecken - aber bis zu diesem Zeitpunkt ist die Erziehung schon so positiv vorangeschritten, dass es ein Klacks ist die einzelnen Schritte zusammenzusetzen.

Du hast Fragen zur Apportier-Methode? Dann schreib mir. (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ich gehe jetzt für meinen Welpen einen Ball rollen und schaue genau hin, wie er darauf reagiert, es grüßt dich Claudia von keinekoeter.de

Ich bin kein Köter

claudia von keinkoeter

hey ich bin's, Claudia. Die allermeisten Artikel, die du hier lesen kannst, sind von mir. Und alle Schreib- und Kommafehler auch.

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